Stellungnahme des Berliner Basketball Verbandes zum Thema Abwerbung im Jugendbereich
Liebe Berliner und Brandenburger Vereine,wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung des Basketballsports in unserer Region. Die Zahl der aktiven Spieler*innen wächst stetig, der Spielbetrieb entwickelt sich dynamisch und auch die Wettbewerbsdichte nimmt kontinuierlich zu. Diesen positiven Trend möchten wir gemeinsam mit Euch auch in den kommenden Jahren weiter fördern und gestalten.
Probetrainings sind dabei ein wichtiger Bestandteil der Nachwuchsgewinnung und ausdrücklich zu begrüßen – insbesondere dann, wenn sie dazu beitragen, neue Spieler*innen für den Basketballsport zu begeistern oder Kindern und Jugendlichen ohne Vereinszugehörigkeit den Zugang zu unserem Sport zu ermöglichen.
Leider ist uns in den vergangenen Wochen vermehrt zu Ohren gekommen, dass im Jugendbereich zahlreiche Tryouts stattfinden, die mit aktiven Abwerbeversuchen verbunden sind. Vor diesem Hintergrund möchte ich als Sportliche Leitung des Berliner Basketball Verbandes – in enger Abstimmung mit dem Jugendausschuss und dem Präsidium – nochmals ausdrücklich auf die geltende Spielordnung hinweisen:
§ 67 Abwerbung
1. Das Abwerben von Spieler*innen der Altersklassen U16 und jünger ist unzulässig.
2. Als Abwerben gilt jedes Handeln eines*r Vereinsvertreter*in gegenüber einem*r Jugendlichen, das das Ziel hat, den*die Jugendliche*n zu einem Vereinswechsel zu bewegen.
3. Als Strafe sind eine zeitliche Sperre sowie eine Geldstrafe auszusprechen.
Aktivitäten in diesem Bereich werden vom Berliner Basketball Verband nicht toleriert und bei Bekanntwerden konsequent verfolgt.
Die JBBL stellt hierbei eine besondere Situation dar, da die Teilnahme nicht zwangsläufig an einen Vereinswechsel gebunden ist und entsprechende Spielerlizenzen unabhängig vom Stammverein erteilt werden können.
Gleichzeitig ist uns bewusst, dass es im Altersbereich U16 zu Vereinswechseln kommen kann. Solche Wechsel dürfen jedoch nicht das Ergebnis aktiver Abwerbung sein, sondern müssen auf einer transparenten und fairen Entscheidungsfindung aller Beteiligten beruhen.
Gerade deshalb erwarten wir in solchen Fällen einen respektvollen, verantwortungsvollen und offenen Umgang zwischen allen Beteiligten. Dazu gehört insbesondere eine frühzeitige und transparente Kommunikation zwischen den Vereinen sowie mit den Familien.
Idealerweise informiert der neue Verein den jeweiligen Heimatverein darüber, wenn sich Spieler*innen zu einem Probetraining anmelden. Ebenso erwarten wir von Eltern und Spieler*innen, den Heimatverein frühzeitig über mögliche Wechselabsichten zu informieren.
Bei Fragen, Unsicherheiten oder konkreten Vorfällen könnt Ihr Euch jederzeit vertrauensvoll an den Jugendausschuss wenden: bbv_jabasketball-verband.berlin
Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, den Basketballstandort Berlin-Brandenburg weiterhin positiv, fair und nachhaltig zu entwickeln.
Mit sportlichen Grüßen,
Christian Steinberg
Sportlicher Leiter
