Premium Sponsoren

Molten Peak

Partner & Sponsoren

Grossstadtlichter Trainersuchportal

News - Copenhagen Invitational 2016

22.06.2016  KatharinaAmbrosius

Copenhagen Invitational 2016

Vom 16. bis 19. Juni 2016 fand das Copenhagen Invitational nicht unweit der dänischen Landeshauptstadt statt. Seit vielen Jahren nimmt der BBV die Möglichkeit war, im Rahmen dieses internationalen Turniers für u15 Nationalmannschaften Spielerinnen und Spieler (weiter) zu fördern. Für 22 Spielerinnen und Spieler des Jahrgangs 2001 ging es dieses Jahr Richtung Norden.

Nach der Anreise am Donnerstagabend wurde noch einmal trainiert, um sich nach der langen Fahrt auf die anstehenden Tage vorzubereiten.

 

Jungen:


Die Jungen starteten am Freitagmorgen gegen die Topsportschool, ein Elite-Internat aus Belgien. Diese Mannschaft stellte sich als Gegner auf Augenhöhe heraus. In dem Spiel konnte sich kein Team wirklich absetzen, so dass es 7 Minuten vor Schluss 46:46 stand. Dies sollte sich bis zur letzten Spielminute nicht ändern. Beide Mannschaften verteidigten auf hohem Niveau, bis Oguz Pinar durch einen verwandelten Wurf den Bann brach. Es folgte Vincent Friederici mit zwei erfolgreichen Freiwürfen, ehe die Belgier durch einen 3er wieder auf einen verkürzten. Nach einem taktischen Foul der Belgier traf Dwayne Koroma seine beiden Freiwürfe. 
Diese 3 Punkte-Führung konnte das Team bis zum Ende halten und einen umkämpften Sieg einfahren. Ein tolles lehrreiches Auftaktspiel mit einem souveränen Auftreten der Berliner Jungs, vor allem am Ende.


Am selben Tag ging es um 19 Uhr gegen Norwegen als nächsten Gegner. Diese konnte man bereits von Beginn an durch eine intensive Defense unter Druck setzen, so dass recht schnell klar war, dass es ein klarer Sieg werden wird. Am Ende zeigte die Punktetafel 93:45 für die Berliner. 
 

Samstagfrüh hieß der letzte Gruppengegner „Schweden blau“ (die Schweden teilten ihre Nationalmannschaft in 2 Teams auf: blau und gelb). Hier ging es für die BBV-Auswahl um den Gruppensieg. Da die 4 Gruppenersten (4 Gruppen à 4 Teams) direkt ins Halbfinale einzogen, war der Fokus der Mannschaft klar und die Aufmerksamkeit wie Motivation sehr hoch. Auch diesmal konnte man mit intensiver Verteidigung das Spiel beginnen und offensiv am Korb punkten, so dass es bereits nach dem ersten Viertel 23:8 stand. Die Schweden konnten im zweiten Viertel nochmal einen Run verzeichnen und zur Halbzeit auf 10 verkürzen. Doch nach der Halbzeitpause kam aus der Kabine ein hoch motiviertes Berliner Team, das starke 20 Minuten spielte, um am Ende einen deutlichen Sieg einzufahren. Endergebnis 81:46.
 

Bereits am Samstagnachmittag stand das Halbfinale gegen „Finnland Blau“ an – auch diese Nationalmannschaft, teilte ihre Spieler in zwei Teams auf. 
Es zeichnete sich von Beginn an ein enges Spiel ab. Nachdem die Berliner Spieler den besseren Start hatten und eine 15:9 Führung erarbeiteten, antworteten die Finnen im zweiten Viertel mit einer konzentrierten Defense der Zone. Da das Wurfglück für Berlin von außen fehlte, konnte sich das finnische Team zur Halbzeit eine 2 Punkte Führung erarbeiten. Das Spiel war sehr hitzig und die Emotionen kochten. Ende des dritten Viertels lag der BBV mit 46:34 zurück. Doch die Berliner Auswahl konnte nochmal den Fokus erhöhen und kämpfte um jeden Punkt. Angeführt von Dwayne Koroma verkürzte das Team auf 49:47 bei noch 5 Minuten. Problem war jedoch, dass zu diesem Zeitpunkt die Berliner bereits die Mannschaftsfoulgrenze überschritten hatten. Die Finnen hatten 0. So schafften es die Finnen immer wieder Fouls zu ziehen, wodurch sie Stück für Stück ihr Punktekonto erweiterten. Auf der anderen Seite gab es bis 30 Sekunden vor Schluss kein Foul, was bei fehlendem Wurfglück dazu führte, dass Finnland auf 58:52 wegzog und diese Führung auch bis zum Ende verwalten konnte. Ein sehr enttäuschtes Berliner Team war in der Kabine zu sehen. Dennoch war es eine kämpferisch tolle Leistung und ein lehrreiches Spiel.

Um den Kopf etwas frei zu kriegen, stand ein abendlicher Besuch in der Kopenhagener Innenstadt an. So bekamen die Mädchen und Jungen einen kleinen Eindruck von der dänischen Hauptstadt. Dies lockerte nach der enttäuschenden Niederlage auch die Gemüter. 

Am letzten Turniertag, Sonntag, ging es gegen „Dänemark weiß“ um Platz 3. Natürlich war es wichtig, mit einer guten Leistung und möglichst positivem Ergebnis das Turnier zu beenden. Allerdings war auch klar, dass die Müdigkeit und Anstrengung der letzten Tage eine Rolle spielen sollten. Nach einem erneut starken Auftakt, fand Dänemark die passende Antwort. Dennoch ging die BBV-Auswahl mit einer 4 Punkte-Führung ins zweite Viertel. Nach einem ausgeglichenen Hin und Her stand es 40:34 zur Halbzeit. Die zweite Hälfte begann ähnlich, bevor die Berliner Jungs von der Bank kamen, die in diesem Turnier bisher etwas weniger Spielminuten hatten. Sie hatten noch Kraftreserven und konnten mit einer geschlossenen Leistung das Team immer weiter absetzen, bis endgültig klar war, dass die Dänen nicht mehr ins Spiel finden würden. Am Ende gewann Berlin deutlich mit 82:55 die Bronzemedaille. Nach dem Halbfinalspiel war es nochmal ein tolles Ende des Turniers, gekrönt von einer Leistung, bei der jeder einzelne Spieler seinen Beitrag leistete. 

Bei der Siegerehrung wurde die beste 5 des Turniers gekrönt, zu der auch der Berliner Dwayne Koroma gehörte. Glückwunsch an dieser Stelle nochmal!

Insgesamt ein lohnendes Turnier für alle Beteiligten mit Erfahrungen und Emotionen, die niemand so schnell vergessen wird. 

Für die Jungen spielten:

Oshane Drews (TuS Lichterfelde), Mark Friederici (DBV Charlottenburg, früher Berliner SC), Vincent Friederici (DBV Charlottenburg, früher Berliner SC), Florian Frieske (ALBA, früher Empor), Leo Hampl (TuS Lichterfelde), Dwayne Koroma (TuS Lichterfelde), Joshua Meck (DBV Charlottenburg, früher TuS Lichterfelde), Oguz Pinar (TuS Lichterfelde, früher VfL Lichtenrade), Justin Rogge (ALBA, früher Weddinger Wiesel), Manu Vera (SSC Südwest/ auch RSV Eintracht), Lukas Wagner (RSV Eintracht), Bela Wenczel (ALBA)


Mädchen:

 

Die Mädchen mussten sich in der Gruppenphase gegen eines der zwei teilnehmenden Teams der Finnen, Schweden und Schottland beweisen. Am ersten Spieltag (17.06.2016) konnten die 2001erinnen zeigen, dass sie gegen eine athletische und transitionstarke Mannschaft aus Finnland 26 Minuten mitspielen können. Durch hohe Intensität, viel Kampfeinsatz und aufmerksame Verteidigung hielt man lange Zeit die finnische Führung auf 10 oder 5 Punkte. Nach zwei unkonzentrierten Momenten kippte das Spiel und man überließ den Finnen ab Ende des dritten Viertels das Spiel. Fehlende Verantwortung, kein Rhythmus und wenig Struktur prägten die Berliner Offense zum Ende des zuvor ausgeglichenen Spiels, so dass der wiederaufgebrachte Kampfeinsatz in der Verteidigung vorne nicht belohnt werden konnte. Am Ende zeigte die Punktetafel 45:83 für Finnland.

 

Das zweite Spiel gegen Schottland gestaltete sich von Beginn an ausgeglichen. Beide Seiten kämpften unermüdlich um den Sieg. Die Schotten spielten körperlich und mit einer weit abgesunkenen Verteidigung, auf die die Berliner Spielerinnen mit erfolgreichen Distanzwürfen antworteten. Am Ende ging das Kopf an Kopf mit einem Punkt an die Berlinerinnen aus (48:47).

 

Im Spiel gegen Schweden am Freitagvormittag (18.06.2016) hatte man nun die Chance, um die Platzierung als Gruppenzweiter zu spielen. Motiviert und wach startete man ins erste Viertel. Auch wenn die schwedischen Innenspielerinnen zum größten Teil körperlich überlegen waren, hielt man dagegen und konnte aus Penetrate and Pass viele Würfe aus der Distanz verwandeln. Mit 19:24 für die Schweden ging man aus den ersten zehn Spielminuten. Im zweiten Viertel verlor man jedoch, ähnlich wie im Spiel gegen die Finnen, den Rhythmus. Die Schwedinnen spielten sich in ein Hoch, während die Berlinerinnen Rebounds vergaben, am Brett machtlos wirkten und einfach nicht in ihr Spiel fanden. Doch in der zweiten Halbzeit wollte man den mittlerweile 27 großen Rückstand nicht noch größer werden lassen und versuchte sich zurück zu kämpfen. Vor allem im Duell um die Rebounds dominierte nun die BBV-Auswahl und hielt sich damit im Spiel. Leider wollten die Würfe von draußen wie am Brett ihr Ziel nicht finden, so dass der Abstand nicht kleiner aber immerhin durch zahlreiche Ballgewinne in der Defense auf 32 Punkte gehalten werden konnte. Im vierten Viertel fielen endlich wieder die Treffer auf Berliner Seite. Durch die anhaltende starke Leistung in der Verteidigung konnte man damit zumindest das letzte Viertel für sich entscheiden und das Spiel mit einem positiven Gefühl beenden. Endergebnis 75:47 für Schweden und die BBV-Auswahl Gruppendritter nach der Vorrunde.

 

Da die Berlinerinnen durch die deutlichen Niederlagen auf der Punktetafel gegen Finnland und Schweden eine hohe Korbdifferenz aufwiesen, gingen sie leider als drittbester Dritter in die Zwischenrunde und konnten somit nur noch für die Turnierplätze 9-12 spielen.

 

Samstagabend mussten sich der Berliner Spielerinnen auf ein Spiel gegen Norwegen einstellen. Nach dem man drei gute Spiele abgeliefert hatte und sich über die am Ende doch deutlichen Niederlagen gegen Finnland und Schweden ärgerte, dass man das nicht knapper gestaltet hatte, war der Fokus der Mädchen der BBV-Auswahl klar. Sie wollten mindestens um Platz 9 spielen und nochmal zum Ende eine gute Leistung aufs Feld bringen. Der Auftakt gegen die Norwegerinnen war zäh. Erst die ersten Punkte von Merle an der Dreierlinie in der dritten Minute ließen den Knoten platzen und die Berliner Spielerinnen beendeten das erste Viertel mit 16:6 für sich. Des Sieges sicher, aber auch müde von den Anstrengungen der vorangegangenen Spiele, ließ man im zweiten Viertel die Norwegerinnen auf bis zu drei Punkte wieder herankommen. Nach dem die Mädchen erkannten, dass das nicht ihrer bisherigen Turnierleistung entsprach und sie so nicht das restliche Spiel gestalten wollen, nahmen sie trotz Müdigkeit und Erschöpfung nochmal alle Kraft und Motivation zusammen. Es folgte eine solide offensive wie defensive Leistung, die durch kleinere Konzentrationsfehler gemindert wurde, aber insgesamt zu einem 22-Punkte-Sieg gegen das Team aus Norwegen führte (Endergebnis 38:60 für Berlin).

 

Den Turnierabschluss bildete nun am Sonntagvormittag das Spiel um Platz 9 erneut gegen Schottland. Die Berlinerinnen starteten sehr konzentriert und transitionstark ins erste Viertel und gingen mit 8:0 in Führung. Nach einer genommenen Auszeit der Schotten, schienen diese deutlich williger und viel wacher als zuvor. Die Schottinnen wollten unbedingt gewinnen. Plötzlich schienen auf Berliner Seite keine Würfe mehr zu fallen und in der Defense ließ man die Gegnerinnen einfach passieren. Der Rhythmus war weg und die Spannung in der Verteidigung fehlte, während die Spielerinnen aus Schottland zielsicher waren und sich von nichts aus dem Spiel bringen ließen. Mit 24:29 für Schottland ging es in die Halbzeitpause. Die Berlinerinnen versuchten in der zweiten Halbzeit wieder zu ihrer Form zu finden und konnten durch Penetrate and Pass viele freie Würfe gegen die eng in der Zone platzierte Verteidigung der Schottinnen kreieren. Doch leider fehlte das Wurfglück auf Seiten Berlins. Die Mädchen aus Schottland trafen umso besser. Die BBV-Auswahl gab nicht auf und verwandelte nun endlich mit dem Beginn des vierten Viertels ihre Würfe. Doch das zu langsame Close-Out gepaart mit dem Hoch der Gegnerinnen, ließen 5 Dreier auf schottischer Seite ihr Ziel finden. Da reichten die eigenen zwei Dreier und Korbleger nicht mehr aus. An diesem Tag musste man sich am Ende einer treffsicheren schottischen Mannschaft geschlagen geben, die sich durch einen Spannungswechsel im ersten Viertel ins Spiel brachten und den Rhythmus der Berlinerinnen erfolgreich brachen. Endergebnis 52:70 für Schottland. Platz 10 für die Berliner Spielerinnen.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass die Mädchen trotz des zehnten Platzes ein sehr lohnendes und erfolgreiches Turnier absolviert haben. Einige Mädchen standen zum ersten Mal für die Berliner Auswahl auf dem Parkett und konnten sich mit diesem Turnier in die Mannschaft integrieren. Insgesamt zeigten die Berlinerinnen eine starke Mannschaftsleistung. Keiner ließ irgendwann den Kopf hängen, sondern das Team präsentierte sich immer als geschlossen mit viel Kampfgeist, Motivation und Einsatzbereitschaft. Dass sie international mithalten und der körperlichen Härte gegen andere Nationen gewachsen sind, konnten sie in jedem Spiel beweisen. Jetzt gilt es vor allem in der Defense, vor allem im Close-out und in der Blockverteidigung stärker zu werden, das Reboundverhalten zu stabilisieren und in der Offense Struktur und Rhythmus gegen Druck kontinuierlich über 40 Minuten wahren zu können.

 

Für die Mädchen spielten:

Sarafina Abt (Berliner SC), Joyce Brown (Berliner SC), Tabea Fox (TuS Lichterfelde), Lisa Kamecke (VfB Hermsdorf), Clara Kelly (TuS Lichterfelde, früher RSV Eintracht), Merle Mailahn (ALBA, SG ALBA/BG 2000, früher BBC 90 Köpenick), Leyla Öztürk (SG ALBA/BG 2000, TuS Lichterfelde, früher City Basket), Antonia Pleßner (SG ALBA Berlin/BG 2000, WSG Fürstenwalde), Johanna Rosenthal (TuS Lichterfelde), Laureen Schwedt (ALBA, SG ALBA/BG 2000, früher Berliner SC, City Basket)

 

Betreut wurden die Jungen und Mädchen von VT Aybar Sahin, VT Franziska Winckelmann und Physio Robert Brandt.

Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit in den Heimvereinen, aber auch bei den Eltern, die diese erfolgreiche, aber vor allem lehrreiche, internationale Turniererfahrung den Spielerinnen und Spielern ermöglicht haben!

 

Neue Nachricht anlegen
Nachrichten-Übersicht
nach oben